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Nightlife in Tokyo
Ein Missverständnis muss man bei diesem Film sofort aus dem Weg räume: Bei Nightlife in Tokyo handelt es sich nicht um einen Porno!
Der Film spielt zwar im Rotlichtmilieu, aber der Sex ist nicht vordergründig.
Es gibt zwar viele Sex-Szenen, aber keine mit pornographischen Charakter.
Nightlife in Tokyo ist eher so etwas wie eine Dokumentation über das Nachtleben in Tokyo, wenn die erfolgreichen Bosse ihren dunklen Trieben nachgehen.
So gibt es schon einige harte Szenen, grad was Reis S&M Tätigkeiten angeht.
Immer wieder werden im Film dann auch Fotostrecken das bekannten japanischen Fotographen Nobuyoshi Araki eingestreut,
die dem ganzen wohl noch eine besondere Note geben sollen.
Seinem Vorgänger Tokyo Dekadenz (der sich ebenfalls mit dem Beschäftigte was in Tokyo Nachts hinter verschlossenen Türen so los ist, und dabei das Schicksal einer sensiblen jungen Frau zeigte die an ihren Job als Call ... (weiter)
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Branded to kill
"Branded to kill" war Seijun Suzuki letzte Arbeit für das Studio Nikkatsu und der letzte Sargnagel für seine Regiekarriere.
Hatte er es sich schon ein Jahr zuvor mit "Tokyo Drifter" (mehr zu der Geschichte auch im dazugehörigen Review) ziemlich viel heraus genommen, so war dieser neuerliche Akt der Rebellion gegen die diktatorische Studioführung der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte.
Was folgte waren ein verlorener Prozess und viele Sympathiebekundungen von Regiekollegen, die aber auch nicht mehr dabei helfen konnten Suzuki zu retten.
Was das Studio von ihm wollte waren weitere Yakuza-Thriller nach dem immer gleichen Schema, billigst heruntergekurbelt in einem Minimum von Zeit.
Was Suzuki lieferte waren Rebellionen gegen das ausgenudelte Genre und Manifestionen seines Unmuts und seiner, aus den engen vorgaben endlich ausbrechend wollenden, Fantasie.
War es in "Tokyo Drifter" das knallige Yakuza-Bonbon so ließ e ... (weiter)
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