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Saya Samurai
Erfolglose Helden, äußerlich lächerlich, aber innerlich unverrückbar, die trotz allen Widrigkeiten stoisch ihrer Berufung nachgehen - ein Thema das der japanische Komiker und Regisseur Hitoshi Matsumoto gern in seinen Filmen behandelt.
Schon in seinem gefeierten Debut Dainipponjin - Der große Japaner gab er höchst selbst den tragisch-komischen Superhelden, der eigentlich längst abgewirtschaftet, einfach starr und stur seinen Aufgaben folgt.
In "Saya Samurai" beschränkt sich Matsumoto (abgesehen von einer kurzen Cameo) dieses Mal aber auf die Arbeit hinter der Kamera, bleibt seinem Motiv aber treu und beschert uns mit seinem glücklosen, in Ungnade und Ehrlosigkeit abgefallen, Krieger erneut eine auf den ersten Blick erbarmungswürdige Figur, die sich nach genauerer Betrachtung aber mehr und mehr als großer Held im Kleinen erweist.
Die Ausgangslage ist indes denkbar undankbar. Verlottert sowohl in Kleidung als ... (weiter)
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MW
Mit "MW" schuf Osamu Tezuka, angespornt vom steigenden Erfolg des neuen Genres der Gegika (Manga für Erwachsene), eine seiner düstersten und radikalsten Geschichten.
Kaum etwas das in diesem Psycho-Thriller nicht auf irgendeine Art und Weise verkommen ist. Man merkt das Tezuka scheinbar eine grundlegende Antithese zu all dem schaffen wollte was seine Werke bisher auszeichnete.
Geboren aus Verbrechen und Missbrauch in der Kindheit, lässt er hier, in Gestalt eines hübschen jungen Mannes, quasi das personifizierte Böse auf die Menschheit los, das sich kein geringeres Ziel gesetzt hat als eben diese komplett zu vernichten.
Ihm entgegen steht jedoch eigentlich kein wirkliches Sinnbild des Guten, im Gegenteil.
Der der eigentlich das gute verkörpern musste, der geweihte Mann, der Mann der Kirche, weiß zwar um das Böse, ist aber selbst viel zu weit darin und in seine eigenen Unvollkommenheiten (bzw. das was er dafür h&au ... (weiter)
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